Internet & Social Media – für Kirche mittlerweile unverzichtbar (kipa)
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Die Kirchen Europas wissen die Chancen des Internets zu nutzen. Dies machten die vielen Projektbeispiele deutlich, die an der Konferenz in Referaten und Workshops präsentiert wurden. Zum Beispiel gelang es der Kirche Dänemarks dieses Jahr mit der Twitterinitiative @MariaJohanPeter die Ostererzählung neu ins Gespräch zu bringen: Die Osterereignisse wurden aus den verschiedenen Perspektiven der biblischen Personen von Karfreitag bis Ostern in Echtzeit erzählt. Dies stiess auf grosse Resonanz in der breiten Öffentlichkeit und in den nationalen Medien Dänemarks. Auf Web-TV und Handy-Applikation wird in Finnland gesetzt. Gottesdienste werden ins Internet übertragen. Damit sollen kirchenfernen Menschen neue Zugänge zum Gottesdienst eröffnet werden. Eine App für Jugendliche liefert einen schnellen Überblick über die verschiedenen kirchlichen Angebote für junge Menschen in Finnland. Die Kirchen Finnlands überlegen sich gegenwärtig sogar, mit welchen Online-Angeboten sie der Bevölkerung bei Katstrophen Trost und Hoffnung spenden könnten. Lutheraner Nordeuropas als VorreiterDie Kirchen Europas haben erkannt, dass das Internet und Social Media viele Möglichkeiten für Verkündigung, Katechese und Seelsorge bietet und neue Menschen erreicht werden können. Besonders stark ist das Bewusstsein bei den Lutheranern Nordeuropas, wo auch grosse finanzielle Ressourcen in kirchliche Web-Projekte investiert werden. In Schweden wurde 2011 eine Kirchen-Applikation für iPhone und Android-Handys entwickelt. Kostenpunkt: über 25.000 Euro (30.000 Franken). Die App liefert Informationen über die Angebote der verschiedenen Kirchgemeinden in ganz Schweden. Die App zeigt dem User aber auch, wo in seiner Nähe ein Gottesdienst gefeiert wird. Internetschulungen für kirchliche MitarbeiterBei der Diskussion über verschiedene kirchliche Webstrategien wurde deutlich, dass die Kirchen Europas es als wichtiges Ziel erachten, bei allen kirchlichen angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitenden das Knowhow von Internet, Social Media und Online-Kommunikation zu verbessern. Manche Kirchen führen gegenwärtig grossangelegte Schulungen durch. Die Vereinigung der katholischen Webmaster Italiens bietet Kurse für die Webmaster von Pfarrei-Homepages an. Die evangelische Kirche Bayerns (ELKB) will bis Mitte 2014 über sechzig Prozent der Mitarbeitenden geschult haben. Dafür werden sogar Schulungsmaterialien und Hilfsmittel für die Mitarbeitenden entwickelt. Separat: ECICECIC (European Christian Internet Conference) ist ein Netzwerk für kirchliche Webmaster, Webpastoren und Internet-Journalisten. Bei der jährlichen Konferenz werden aktuelle Fragen rund um Verkündigung, Katechese und Seelsorge im Internet diskutiert und Projekte und Erfahrungen ausgetauscht. An der 17. Ecic-Konferenz in Rom nahmen kirchliche Vertreter von verschiedenen christlichen Konfessionen aus Finnland, Schweden, Grossbritannien, Irland, Frankreich, Italien, Rumänien, Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. www.ecic.org (kipa/sts/gs) |
- Quelle:
- Kipa-Meldung
