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Die Fast-Priesterin (Landbote)

Zita Haselbach ist eine zurückhaltende, bescheidene Frau. Sich ins Zen­trum zu rücken, behagt ihr nicht. Und doch tut sie es immer wieder. Bei ihren Predigten stellt sich die Leiterin der katholischen Pfarrei am Rosenberg vor die versammelte Gemeinde.

In ihrer Pfarrei verhält sich die 63-Jährige fast wie eine Priesterin – was sie als Frau nicht sein darf. Zwar kann sie Gottesdienst halten und Kranke begleiten, doch nicht taufen, verheiraten oder das Abendmahl feiern. Die Spendung der Sakramente ist an die Priester­weihe gebunden und diese ist Männern vorbehalten. Ihr Vorgesetzter drückt jedoch beide Augen zu. «Wir gehen an die Grenze und etwas weiter», sagt Zita Haselbach. «Die Tauf­bücher muss aber der Pfarradminis­trator unterschreiben, das darf ich nicht machen.» Ist sie also eine Priesterin? Sie wünsche sich schon, Frauen im Priester­amt den Weg zu ebnen, sagt sie. «Das muss kommen. Ich hoffe fest, dass es nicht me [...]

Quelle:
Landbote
28.06.2012
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