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Erwin Tanner neuer Generalsekretär der Schweizer Bischöfe (Kipa)

Freiburg i. Ü., 8.9.11 (Kipa) Der neue Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) heisst Erwin Tanner. Er ist Nachfolger von Felix Gmür, der dieses Amt bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Basel inne hatte. Mit Tanner ist es das erste Mal, dass dieses hohe Kirchenamt von einer Person aus dem Laienstand ausgeübt wird, schreibt die Bischofskonferenz in ihrer Mitteilung von Donnerstag.

Mit dem 44-jährigen Juristen und Theologen übernehme eine "breit ausgebildete, kluge und bewährte Führungskraft" die Leitung des Sekretariats der SBK. Es ist das erste Mal, dass dieses hohe Kirchenamt von einer Person aus dem Laienstand ausgeübt wird. Erwin Tanner ist seit 2006 Mitarbeiter des Sekretariates der SBK, seit Mitte 2007 als stellvertretender Generalsekretär. Seit dem Weggang von Felix Gmür, der zum Bischof von Basel geweiht wurde, übte er das Amt des Generalsekretärs ad interim aus.

Tanner wurde 1967 in St. Gallen geboren, besuchte das von Kapuzinern geführte Kollegium Appenzell und studierte an den Universitäten Freiburg (Schweiz) und München. Seine Studien schloss er mit dem Lizentiat in Theologie und dem Doktorat beider Rechte ab. Seine Doktorarbeit widmete sich Grundfragen des staatlichen Religionsrechts im Zusammenhang mit der muslimischen Minderheit und ihrer Religion. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes.

Die Schweizer Bischofskonferenz hat sich vom 5. bis 7. September 2011 im Priesterseminar des Bistums Sitten in Givisiez FR zur 293. Ordentlichen Versammlung getroffen.

Vorrangige Zuständigkeit der Familie in der Erziehung

Bei der Schweizer Bischofskonferenz sind viele Anfragen besorgter Eltern eingegangen über die in den Medien diskutierte Sexualpädagogik an Schulen. Die Bischöfe betonen im Anschluss an ihre Versammlung die vorrangige Zuständigkeit der Eltern für die Erziehung der Kinder.

Die wahre Entwicklung des Menschen verlange die umfassende Achtung menschlicher Werte. Dies gelte auch für den Umgang mit der Sexualität. "Man kann sie nicht auf eine lediglich hedonistische und spielerische Handlung reduzieren, so wie man die Sexualerziehung nicht auf eine technische Anleitung reduzieren kann, deren einzige Sorge es ist, die Betroffenen vor eventuellen Ansteckungen oder vor dem ´Risiko´ der Fortpflanzung zu schützen", zitieren die Bischöfe aus der Enzyklika "Caritas in Veritate" von Papst Benedikt XVI. Im pädagogischen Bereich dürften gesellschaftlich in hohem Ausmass umstrittene Sexualtheorien nicht einfach über Lehrmittel durchgesetzt werden.

Aufruf zu respektvollem Umgang in politischen Debatten

Die Bischöfe rufen im Vorfeld der Parlamentswahlen in diesem Herbst dazu auf, einander trotz aller Meinungsunterschiede mit Respekt zu begegnen.

Der neue Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Diego Causero, hat der Versammlung der Bischofskonferenz seinen ersten Besuch abgestattet. Die Akkreditierung als Botschafter bei den Regierungen in Bern und im Fürstentum Liechtenstein erfolgt in den kommenden Tagen, erklärte SBK-Sprecher Walter Müller auf Anfrage.

Neuer Präsident für Justitia et Pax

Der Kapuziner Martino Dotta aus Bellinzona wird neuer Präsident der Nationalkommission Justitia et Pax. Er übernimmt im November dieses Amt von der Baldegger Schwester Nadja Bühlmann, die seit November 2001 der Kommission als Präsidentin vorsteht.

(kipa/com/gs/pem)

Quelle:
Kipa Meldung
09.09.2011
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