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Wallfahrt nach Einsiedeln

Zürcher Katholiken mit Ziel auf dem Weg

 

 

Wallfahrt der Katholischen Kirche im Kanton Zürich nach Einsiedeln

ZUM SIEBTEN MAL IN FOLGE HAT DER SEELSORGERAT DER KATHOLISCHEN KIRCHE IM KANTON ZÜRICH AM VERGANGENEN SAMSTAG EINE WALLFAHRT NACH EINSIEDELN ORGANISIERT. ZU FUSS, PER FAHRRAD UND MIT BUSSEN UND BAHN FANDEN EINIGE HUNDERT PILGER IHREN WEG ZUM MARIENHEILIGTUM DES HEILIGEN MEINRAD.

Da berühren sich Himmel und Erde – Das Motto der diesjährigen Wallfahrt der Zürcher Katholiken nach Einsiedeln entstammt dem Kirchenlied von Thomas Laubach (Text) und Christoph Lehmann (Musik). Es bezeichnet ganz schlicht, worum es den Organisatoren dieser Wallfahrt, den Mitgliedern des Kantonalen Seelsorgerates, auf ihrem Weg mit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich geht. Es geht darum, dass sich alle Gläubigen gemeinsam auf den Weg machen, zusammen unterwegs sind, um den eigentlichen Kern ihres Glaubens zu erkennen und zu finden: das Wort und den Mensch gewordenen Sohn Gottes, Jesus Christus.

Jedem seinen Weg

Um dieser Aufgabe nachzukommen gibt es wohl kaum einen besseren Weg, als sich tatsächlich aufzumachen und möglichst aus eigener Kraft eine Strecke zu bewältigen, um am Ende ein Ziel zu erreichen. Für die Zürcher Katholiken war das am vergangenen Samstag der Weg nach Einsiedeln, den sie zu Fuss entweder von Trachslau aus (Familien und Primarschulkinder), ab Altmatt (Wanderung für Jugendliche), von Biberbrugg oder von Pfäffikon aus unter die Füsse nahmen oder mit dem Fahrrad ab Zürich-Wollishofen erradelten. Unterwegs war genügend Zeit, um mit den anderen Wallfahrern ins Gespräch zu kommen, sich beim gemeinsamen Beten und Besinnen zu sammeln oder auch durch Spiele und kreative Ateliers (für Kinder und Jugendliche) die Wunder der Schöpfung und das Geschenk der Gemeinschaft zu erfahren.

Aufbruch im Konzil

In der Klosterkirche von Einsiedeln begrüsste Abt Martin Werlen die gut 600 Pilger herzlich. Anschliessend übernahm Hauptzelebrant Generalvikar Josef Annen das Zepter und feierte, unterstützt von einer grossen Schar konzelebrierender Priester sowie von zahlreichen Diakonen, Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten eine berührende und feierliche Messe, welche durch Wort und Klang das schöne Gefühl der Zusammengehörigkeit unter den Wallfahrern noch verstärkte.

Pfarrer Alfred Böni von St. Gallus, Zürich-Schwamendingen,  erinnerte in seiner Predigt  an die Errungenschaften des zweiten Vatikanums und an die grossen Hoffnungen, an die positive Kraft, die von diesem Grossereignis für die Kirche in der ganzen Welt ausging, damals, vor 50 Jahren. Er fragte die Gläubigen: „Wo, wann und wie passiert es, dass Himmel und Erde sich berühren?“ Und er erzählte von Papst Johannes XXIII., der ein Familienmensch, ein einfacher Bergbauer gewesen sei und gegen zähen Widerstand aus den eigenen Reihen im Vatikan das Konzil einberufen habe, das so viel ausgelöst hat und an dessen Errungenschaften man sich heute mehr denn je erinnern sollte.

Sinnlicher Ausklang

Die wunderbaren Gesänge des Ad hoc-Chores unter der Leitung von Kantor Andreas Gut und die grossartigen Orgelklänge von Pater Theophil Flury OSB hallten noch in den Pilgerseelen nach, als im Anschluss an die Messe im Abteihof der gemütliche Ausklang der Wallfahrt 2012 begann. Würste vom Grill, frische Getränke und ein Spielangebot für die Jüngsten, organisiert von Jungwacht und Blauring, liessen noch einmal spürbar werden, wieviel Kraft und Freude sich Menschen gegenseitig spenden können, wenn sie zusammen und füreinander ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Zürich, 08. Juli 2012

10.07.2012
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